

Die Selbstversorgung im Hinblick auf Ernährung und Energieressourcen war immer und ist jetzt insbesondere ein großes Problem für Japan. Österreich dagegen hat genügend Nahrung; allerdings kann man ohne Energie vieles nicht mehr auf den Tisch zaubern. An kalten Tagen wie heute verzichtet man auch nicht gern auf die warme Küche. Gulasch, Hühnersuppe & Eintöpfe sind an diesen Tagen zwar die wahre Rettung, leider muss man sie aber stundenlang köcheln.

Sowie das erste Hybridauto, so wurde auch der erste hochwertige Thermosgarer in Japan entwickelt. Der Mangel der Energieressourcen in Japan soll sich in einige nützliche Ideen gewandelt zu haben. Denn die Idee, einen aufgekochten Kochtopf in einer Isolierkiste fertiggaren zu lassen, die sogenannte Kochkiste, das hat es ja schon lange in Europa gegeben - auch hier mit der größten Verbreitung in den energieknappen Jahren der Nachkriegszeiten. Kaum wurde der berühmte Isolierkannenhersteller „Thermos“ von einem japanischen Konzern übernommen, da war die erste doppelwandig vakuumisolierte Kochkiste aus Edelstahl, der „Shuttle Chef“, auch schon auf dem Markt. Das war im Jahr 1989.
Wie kann es sein, dass nach 30 Jahren hier in Europa fast kein Thermosgarer zu finden ist? Obwohl man statt mehrstündigem Köcheln den Kochtopf in einen angepassten Isoliertopf einschließen und die Küche verlassen kann, will keiner hier seine Energiekosten und Zeit damit sparen?
Angenommen man lässt ein Gericht eine Stunde in einem Thermosgarer fertiggaren. Der Energieverbrauchsunterschied zu dem Kochen auf einem Herd beträgt ca. 1.5 kWh bzw. 0.27 Euro. Benutzt man den Thermosgarer dreimal die Woche, so hat der Gebraucher in einem Jahr schon 243 kWh, 43.74 Euro bzw. 162 Stunden eingespart. Das entspricht wiederum 92,3 kg CO2, immerhin schon 9 % vom persönlichen CO2 - Reduktionsziel Österreichs.
